September 2015: Marktkauf Rostock

Die Ergebnisse spiegeln eine Stichprobe vom 03. September 2015 wieder. Der betroffene Händler wurde kontaktiert und auf die Ergebnisse hingewiesen und hat nach eigenen Aussagen die Verstöße mittlerweile behoben. Der Laden dürfte damit nicht mehr auffällig sein.

Insgesamt 60 Prozent waren falsch gekennzeichnet

Bei der Stichprobe wurden insgesamt 91 Produkte überprüft. Lampen waren aus der Bewertung ausgenommen, da die Kennzeichnung hier nicht Aufgabe der Händler ist.

Dabei wurde festgestellt, dass in 52 Fällen die Kennzeichnung fehlte und in drei Fällen falsch angebracht war. Der Marktkauf fiel damit auf, dass das Thema Kennzeichnung keinen großen Stellenwert einnahm. Bei der Überprüfung waren 60 Prozent der vorhandenen Produkte nicht oder nicht richtig gekennzeichnet.

Der Händler wurde auf die Verstöße hingewiesen.

EU-Ergebnisse insgesamt

Im Rahmen des EU-Projekts “MarketWatch” wurden europaweit 103.141 Elektronikprodukte in 737 Läden (Onlineshops und stationärer Handel) überprüft.

Bei den Untersuchungen in Ladengeschäften (insbesondere der zweiten und dritten Untersuchungsrunde)  wurde ein Schwerpunkt auf mögliche Verdachtsfälle bzw. Marktsegmente mit möglichen Verstößen gelegt. Unsere Ergebnisse spiegeln daher keinen kompletten Marktdurchschnitt wieder. Sie sind eine Stichprobe und zeigen eine Momentaufnahme davon wie in einigen Vertriebsformen die Regeln eingehalten bzw. nicht eingehalten werden.

Das Ergebnis der dritten und letzten Untersuchungsreihe: In den Geschäften die wir besuchten, fanden wir 22 Prozent der Geräte falsch gekennzeichnet und 18 Prozent ganz ohne Energielabel ausgestellt.

Ergebnisse in Deutschland

In Deutschland waren die Zahlen etwas besser als in der gesamteuropäischen Betrachtung. Hierzulande wurden 9 Prozent der vom vzbv und dem BUND untersuchten Produkte ohne Energielabel angeboten (im Einzelhandel: 13 Prozent). Bei 6 Prozent war das Produkt nicht korrekt gekennzeichnet.

In Onlineshops taten sich einige Händler mit dem neuen seit Januar 2015 gültigem Format schwer.

Die fehleranfälligsten Produktkategorien waren Fernseher, Weinkühlschränke, Dunstabzugshauben, Öfen, Staubsauger und Klimaanlagen. Sie waren überdurchschnittlich falsch oder gar nicht gekennzeichnet.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier:

Third round results & overall assessment – Energy Label Display trends in Shops (PDF, engl.)