Januar 2015: Euronics XXL im Elbepark bei Magdeburg

Die Ergebnisse spiegeln eine Stichprobe am 17. Januar 2015 wieder. Der betroffene Händler wurde kontaktiert und auf die Ergebnisse hingewiesen und hat nach eigenen Aussagen die Verstöße mittlerweile behoben. Der Laden dürfte damit nicht mehr auffällig sein.

Insgesamt 68 Prozent waren falsch gekennzeichnet

Bei der Stichprobe wurden insgesamt 345 Produkte überprüft, wovon 303 in die Bewertung eingingen. Lampen und Staubsauger waren aus der Bewertung ausgenommen, da die Kennzeichnung hier nicht Aufgabe der Händler (Lampen) ist oder aufgrund der kurzen Geltungsdauer nicht verlässlich überprüft werden konnte (Staubsauger).

Dabei wurde festgestellt, dass in 11 Fällen die Kennzeichnung fehlte und in 207 Fällen falsch angebracht war. Fehlende Label waren inbesondere bei TV-Geräten eun Problem.

Euronics fiel damit auf, dass eigene Label verwendet wurden, die nicht den Vorgaben entsprachen und auch nicht immer mit dem zugehörigen Produkt übereinstimmten. Damit waren bei der Überprüfung 68 Prozent der vorhandenen Produkte nicht oder nicht richtig gekennzeichnet. Dieses Problem trat in allen Produktgruppen auf.

Verbesserungen durchgeführt

Euronics wurde in zwei Briefen auf die Verstöße hingewiesen. Nach eigener Aussage des Händlers wurden die Verstöße mittlerweile behoben und insbesondere die abweichenden Formate der Label wurden gegen die richtigen Etiketten getauscht. Eine Nachprüfung fand noch nicht statt.

Ergebnisse insgesamt

Im Rahmen des EU-Projekts “MarketWatch” wurden europaweit 30.000 Elektronikprodukte in 243 Läden (Onlineshops und stationärer Handel) überprüft. Das Ergebnis: Etwa bei der Hälfte der Produkte war kein korrektes Energielabel angebracht.

In Deutschland waren die Zahlen etwas besser als in der gesamteuropäischen Betrachtung. Hierzulande wurden im stationären Handel 12 Prozent der vom vzbv und dem BUND untersuchten Produkte ohne Energielabel angeboten (im Onlinehandel: 2 Prozent). Falsch zugeordnete oder nicht korrekt platzierte Label gab es im Einzelhandel so gut wie keine, Onlineshops taten sich dagegen mit den neuen Regeln schwer: Hier fehlten häufig die Datenblätter.

Im stationären Handel waren Fernseher, Elektroöfen und Staubsauger die fehleranfälligsten Produktkategorien, im Onlinehandel wurden am häufigsten Weinlagerschränke, Elektroöfen und Staubsauger mit nicht korrekten oder keinen Energielabeln gekennzeichnet.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier:

MarketWatch-Report “Energy Label Display trends in Shops” herunterladen (PDF, engl.)

Direkt zu den Ergebnissen in Deutschland (PDF, engl.)