Urteil: Dyson muss Energielabel erneuern

Staubsauger-Label

Zwei Geräte des Staubsauger-Herstellers Dyson waren mit irreführenden Energielabeln ausgestattet und müssen umetikettiert werden. Das geht aus einstweiligen Verfügungen der Landgerichte Köln und Berlin gegen Dyson hervor. Angestrengt hatte die Verfahren der Dyson-Wettbewerber Bosch, der die veröffentlichten Werten der Konkurrenz in Labortests überprüfen ließ.

Dabei verzeichneten die Dyson Staubsauger DC37c und DC33c auf dem Label des Herstellers die Top-Werte A für die Reinigungsleistung auf Teppich und die Lautstärke des Geräts auf. Die Nachprüfungen seitens Boschs durch ein unabhängiges Testlabor ergaben jedoch Abweichungen von den genannten Werten: Die Reinigungsleistung auf Teppich erzielte tatsächlich nur ein D, das Geräuschlevel war mit 83 dB höher als angegeben. Die Landgerichte Köln und Berlin folgten den Ergebnissen des von Bosch beauftragten Labors – und damit auch der einstweiligen Verfügung, die Bosch angestrengt hatte. Wegen der Differenzen bei den auf dem Label angeberachten und tatsächlichen Werte bemängelten die Gerichte eine Irreführung der Verbraucher und einen Verstoß gegen europarechtliche Vorschriften. Dyson kann gegen die gerichtlichen Verbote jedoch noch Rechtsmittel einlegen.

Hintergrund: Seit dem 1. September 2014 müssen in der EU alle Staubsauger mit Energielabeln ausgestattet werden. Dyson hatte bereits im Vorfeld gegen die Kennzeichnung der Reinigungsgeräte geklagt.

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