Was sagt mir das Energielabel beim Staubsaugerkauf?

Staubsauger; Foto: © dmitrimaruta - Fotolia.com

Ab dem 1. September 2014 wird das Energielabel auch bei Staubsaugern zur Pflicht. Wenn alle Produkte verkauft sind, die vor diesem Stichtag in die Läden kamen, ermöglicht das Label in Zukunft einen besseren Vergleich von Geräten. Gerade bei Staubsaugern sind die Unterschiede in punkto Saugkraft, Design und Stromverbrauch auf den ersten Blick nicht so groß, so dass das Energielabel in Zukunft die Kaufentscheidung erleichtert und die Produkteigenschaften transparenter macht. Ausgenommen sind jedoch neben Industrie- und Nasssaugern auch die immer beliebteren Staubsaugerroboter.

Einzelne Angaben wie der durchschnittliche Jahresstromverbrauch oder die Angabe zu den Geräuschemissionen kennen Sie vielleicht bereits von anderen Produkten. Der Großteil ist jedoch neu. Wir erklären Ihnen, was Ihnen das Energielabel beim Staubsaugerkauf verrät und worauf sie sonst noch achten müssen.

1. Die Effizienzklasse

Effizeinzlabel StaubsaugerAuch wenn wir von Kühlschränken bereits die Klasse A+++ kennen, ist das Staubsauger-Label zunächst erst einmal in den Klassen A-G vorhanden. Schrittweise kommen auch die bekannten A+, A++ und A+++ dazu. Die Energieeffizienzklasse eines Geräts richtet sich dabei nach dem jährlichen Energieverbrauch. Um ein A zu erreichen, muss der jährliche Energieverbrauch unter 28 Kilowattstunden liegen.

2. Der Jahresstromverbrauch

Jahresstromverbrauch StaubsaugerDer jährliche Energieverbrauch berechnet sich nach der Leistungsaufnahme von 50 einstündiger Putzaktionen in einer durchschnittlich 87 Quadratmeter großen Wohnung. In etwa bezieht sich dieser Wert also auf eine Stunde Staubsaugen pro Woche. Ob das besonders viel oder wenig ist, muss Jede/r selbst überlegen. Aber zumindest lassen sich über eine Multiplikation mit dem aktuellem Strompreis schnell und einfach die zu erwartenden Betriebskosten bestimmen. So kann Jede/r für sich selbst entscheiden, ob es sich lohnt, ein paar Euros mehr für ein effizientes Gerät auszugeben.

3. Die Lautstärke

Lautstärke StaubsaugerDie so genannte maximale Geräuschentwicklung in Dezibel (dB(A)) oder auch Luftschallemissionen genannt, bezeichnet die Lautstärke des Geräts. Hier bekommen Sie eine Aussage zu der erwarteten Lautstärke Ihres neuen Geräts. Leise Staubsauger haben einen Geräuschpegel von weniger als 75 dB(A). Auch wenn viele es glauben, gilt keineswegs: umso lauter, umso mehr Saugkraft! Sie werden im Gegenteil überrascht sein, wenn Sie entdecken, wie leise effektive Hausarbeit auch sein kann.

4. Die Staubentwicklung

Staubentwicklung StaubsaugerDie Staubemissionen (auf dem Symbolbild links oben) geben eine Antwort auf die Frage, wie gut der Staubsauger selbst den Staub zurückhält. Diese Frage stellen sich nicht nur alle, die Doppelarbeit vermeiden wollen. Sie ist vor allem für Allergiker relevant. Ein “A” bekommen in dieser Kategorie nur Staubsauger, die mehr als 99,98 Prozent der eingesaugten Partikel zurückhalten. Den Unterschied zwischen den Geräten machen hier minimale Prozentpunkte aus. Auch Staubsauger mit der schlechtesten Klasse G behalten noch 98,99 Prozent aller eingesaugten Partikel in sich.

5. Die Teppichsaugkraft

Teppichsaugkraft StaubsaugerMit dieser Skala links unten (auf dem Teppich des Symbolbilds) werden alle Staubsauger gekennzeichnet, die für Teppiche geeignet sind oder als Universalstaubsauger eingesetzt werden können. Saugen auf dem Teppich ist dabei die Königsklasse – nur wenige Staubsauger erreichen hier wirklich gute Werte. Gemessen wird das Ganze über die Massenzunahme des Staubbehälters.

 

6. Die Saugkraft auf Hartböden

Saugkraft auf HartbödenDiese Skala rechts unten (auf den Fliesen im Symbolbild) kennzeichnet Staubsauger, die für Hartböden geeignet sind oder als Universalstaubsauger eingesetzt werden können. Da die meisten Staubsauger hier sehr einfach gute Ergebnisse erzielen und damit nicht vergleichbar wären, wird der Wert über die Staubaufnahme aus einer Bodenritze ermittelt. Ermittelt wird der Wert über die verbleibende Masse Staub in der Prüfritze.

 

Auch beim Staubsauger können die Betriebskosten schnell die Investitionskosten übersteigen. Deshalb macht das Energielabel wichtige Informationen wir Saugkraft und Lautstärke schnell sicht- und vergleichbar. Es lohnt sich also auch hier, bei Kaufentscheidungen einen Blick auf das Energielabel zu werfen! Weitere Informationen zu sparsamen Geräten finden Sie im Infoblatt der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und und auf den “EcoTopTen”-Seiten des Öko-Instituts.

 

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